Auricularia polytricha (Judasohr)

Judasohr (Auricularia polytricha)
Auricularia verdankt seinen deutschen Namen der Legende, dass auf dem Holunderbaum, auf dem sich der Jünger Jesu Judas erhängte, ohrmuschelförmige Pilze wuchsen. Das Judasohr wächst an Laubbäumen und kommt auch bei uns ganzjährig vor.
Anwendungsgebiete
Eine Nahrungsergänzung mit Auricularia empfiehlt sich zur
- Hemmung der Blutgerinnung, bei Thrombose
- Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen
- Blutfettsenkung
- Blutdruckregulierung
- Hämorrhoiden
- Krebserkrankungen (Haut, Prostata)
- Libidostörungen
- Migräne
- Immunsystemstimulierung, Infektionen
- Tinnitus
- Übergewicht
- Senkung des Herzinfarktrisikos, Herzkranzgefäßerkrankungen
- Behandlung von Entzündungen der Haut und von Schleimhäuten
- Wechseljahresbeschwerden
- Hemmung von Sarkomen (Bindegewebsgeschwülste)
Inhaltsstoffe und medizinische Wirkung:
Neben Vitaminen der B-Gruppe und wertvollen Eiweißen enthält das Judasohr wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Silizium. Das Judasohr ist ausgesprochen reich an sekundären Inhaltsstoffen, die z.B. die Blutgerinnung und Entzündungen hemmen können. Das haben zahlreiche Studien belegt. Insbesondere Schleimhäute, die entzündet sind, erfahren Besserung. Weiterhin reguliert das Judasohr den Blutfettspiegel, stimuliert das Immunsystem, fängt freie Radikale und hemmt die Bildung bösartiger Bindegewebsgeschwülste.
Eine die Blutgerinnung hemmende Wirkung bedeutet, dass die Fließeigenschaften des Blutes verbessert werden. Dies ist wichtig zur besseren Durchblutung insbesondere schon geschädigter und verengter Adern. Durch das Judasohr können Thrombosen und andere Verschlüsse der Adern verhindert werden und damit wird mit großer Wahrscheinlichkeit einem Herzinfarkt, Arteriosklerose oder einem Schlaganfall vorgebeugt. Auch bei der so genannten „Schaufensterkrankheit“, die bei Belastung starke Schmerzen durch mangelnde Durchblutung in den Beinen hervorruft, kann wirksam Abhilfe geschaffen werden. Gegenüber herkömmlichen Medikamenten zeigen sich große Vorteile, denn durch Substanzen von Auricularia werden die Kollagenbestandteile der Adern, wie es manche Blutverdünner tun, nicht angegriffen.
Vom Judasohr wurde schon lange vermutet, dass er ein „Blut gerinnendes Prinzip“ enthalten könnte. So liegt in Gegenden Ostasiens, in denen der Pilz häufig zur Nahrung zählt, die Häufigkeit von Thrombosen und Infarkten in der Bevölkerung signifikant unter der in vergleichbaren Landesteilen. Mitarbeiter einer Kölner Arzneimittelfabrik wollten Ende der 70er Jahre dieses Phänomen klären. Sie ließen größere Mengen des Auricularia nach Köln einführen. Mit Hilfe eines Tests, der die hemmende Wirkung sowohl wässriger als auch alkoholischer Extrakte des Pilzes auf die Blutgerinnung schnell und zuverlässig nachwies, konnten die Erwartungen bestätigt werden. Die antithrombotische Wirkung stellte sich ein.
